Dienstag, 30. Juni 2009

Phantombücher oder Wie wir mit den Kundenwünschen lernen

Über die Liebe und die Leidenschaft. Briefe von Ninon de Lenclos. Broschiert. EAN=ISBN-13: 978-3-89190-552-4. ISBN-10: 3-89190-552-1

Hört sich doch eigentlich ganz seriös an, oder? Inklusive ISBN 13. Dieses Buch sucht ein Kunde, da es die vermutlich am besten gesichterte Textgestalt der Briefe Ninon de Lenclos' aller bisher vorliegenden Editionen biete.

Da er das Buch "selbst bei amazon" nicht habe finden können, fragte der Leser, der damit zum Kunden wurde, bei mir nach. Die erste Recherche im KVK und der Deutschen Nationalbibliothek ergab keine Treffer. Der Verlagsteil der ISBN verweist auf den nicht mehr existenten Greno-Verlag. Nirgends gibt es genauere Angaben zu dem Buch, "nicht einmal bei amazon".

Die naheliegendste Form der weiteren Recherche ist zunächst einmal das Googlen. Und dabei wird man auch fündig: der Wikipedia-Eintrag zu Ninon de Lenclos nennt den Titel des Buches sowie die ISBN und annotiert: "Hinweis: Nach Ninon de Lenclos' Tod erschienen zahlreiche Bücher mit angeblichen Briefen von ihr. Die meisten davon wurden aber vermutlich frei erfunden, um die Gier der Leserschaft nach Sensationen aus dem Adelsleben zu befriedigen. Das gilt wahrscheinlich auch für die heute noch verlegten Briefe, denn aufgrund der Vielfalt der erschienenen Bücher weiß niemand mit Sicherheit, welche Briefe tatsächlich von ihr stammen."

Gleichzeitig gehört aber auch folgender Abschnitt zu dem ursächlichen Wikipedia-Artikel: "Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (Literatur, Webseiten oder Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst."

Ich bitte darum.

Wohnzimmer zum Mitnehmen

artcube macht am 4. Juli eine Aktion auf dem Greifswalder Markt:




































. und hier noch eine Kunstauktion in Zinnowitz

Donnerstag, 25. Juni 2009

Fallada-Fest im Fallada-Haus in Greifswald

Am Samsatg, dem 4. Juli 2009 findet erneut im Greifswalder Fallada-Haus in der Steinstraße das alljährliche Fallada-Fest statt.

Ab 18 Uhr geht es mit dem "Bauen mit dem Wortbaukasten" los, Kühlschrankpoesie auf Falladas Zellentür aus dem Greifswalder Gefängnis. Dazu noch "Überschreibungen" mit Walter G. Goes.

19 Uhr Finissage der Ausstellung "Reservagen - Objekte - Überschreibungen" von obigem Walter G. Goes.

20 Uhr: "Ich benutze böse Worte" - Revue des Studententheaters StuThe

21:30 Uhr: "Worauf wartet der Verstand?" Ein Lyrik-Projekt mit Münnich und Meester: abstrakte bis pointierte Gedichte, zahlreiche Lieder und schräge Flash-Fictions sowie Karen Salewski am Akkordeon.

22:30 Uhr: Wortbaukasten-Preisverleihung

Eintritt 3 Euronen, ermäßigt zweie.

Prozente

Zwei, nein: eigentlich drei Dinge schützen das Kulturgut Buch vor der Reduktion ausschließlich auf den Handelswert: Die Buchpreisbindung, der ermäßigte Mehrwertsteuersatz und - ja, auch das: - die Büchersendung.

Die Buchpreisbindung sorgt dafür, daß Bücher bis in den letzten Winkel der Republik vertrieben werden können, ohne daß man in Ahlbeck, auf Hallig Hooge oder in Tutzing mehr für ein Buch zahlen muß als in Berlin, Hamburg oder München.

Die Büchersendung ist eine im übrigen europäischen Ausland kaum bekannte günstige Versendungsform - was in erster Linie beispielshalber Antiquaren beim Einzelversand von Büchern zugute kommt.

Und schließlich gibt es - wie auf Nahrungsmittel, Alkoholika und Schnittblumen - einen auf sieben Prozent reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Alle drei Wände des Schutzraumes werden dünner: die Buchpreisbindung, im deutschsprachigen Raum insgesamt sowieso nur als mühsames Konstrukt prästabilierter Harmonie vor den Wettbewerbshütern in Brüssel gerettet, wird zunehmend durch die (Internet-) Großanbieter ausgehöhlt. Und zwar in beide Richtungen: Der portofreie Versand an den Internetkunden macht dem lokalen Buchhandel das Leben schwer, die ausverschämten Rabattforderungen an die Verlage denen.

Nun wird, obwohl schon wieder dementiert, wegen der der Autoindustrie geschenkten Abwrackprämie und der Milliarden, die in die Banken wegen der Nieten in Nadelstreifen gesteckt werden mußten, darüber nachgedacht, ob man nicht am Kulturgut Buch zwacken und die MwSt heraufsetzen kann.

Wenn nun noch das Briefmonopol fällt und die Briefpost sich, wie ihre Schwester DHL, dem gnadenlosen Zustellerwettbewerb aussetzen muß, dann schwant mir Schlimmes für die Büchersendung, die sowohl dem Antiquar wie dem Kunden nutzte.

Offensichtlich sind einige Menschen der Meinung, daß das Kulturgut Buch seine Rolle ausgespielt habe und abgewickelt werden könne.

Ich persönlich bin ja eigentlich nicht der Meinung. Aber wenn ich mir die Umsätze in meinem Laden anschaue, die sich in letzter Zeit tendenziell rapide gegen Null entwickeln, könnte ich dies als empirischen Beweis für die obige These anführen.

Sollten diese Entwicklungen sich fortsetzen, dann wird die Finanzierung der Autoindustrie und der Banken zum Ruin des flächendeckenden Buchhandlungsnetzes führen; Internet-Anbieter wie Amazon und Konsorten, die Bücher, CD und DVD nachgewiesenermaßen zum Einkaufspreis verkaufen, werden die ausschließlichen Anbieter des ehemaligen Kulturgutes sein für die Internet- und Schreibtisch-Junkies, die den Weg nach draußen vor die Tür nicht mehr finden; und die durch die erneute Erhöhung der Mehrwertsteuer erstickte Binnennachfrage läßt den auf seinen Bücherbeständen hockenden Buchhändler zum Don Quixote werden im Kampf für das Kulturgut Buch...

Samstag, 20. Juni 2009

E-books

Einen Gedanken aus einem Beitrag von R. F. Meyer möchte ich aufnehmen und betonen:

"Aber es droht das E-Buch, in Plaste gehüllt, mit Bildschirm. Bei ihm braucht sich der Typograph kaum mehr Sorgen um die Schrift zu machen, die dem Vers entspräche, entweder sieht alles gleich aus, oder es wird beliebig vergrößert oder verkleinert, oder man stellt wie beim Browser eine bevorzugte Schrifttype ein. In seinem Ansatz ist das E-Buch wert- wie inhaltsneutral, denn alles darf auf ihm gleich aussehen, es nivelliert seine Dokumente – und dem entspricht, daß sein Äußeres, die Plaste, nie dem Inneren, dem Text, entspricht."

Für mich (neben den wirtschaftlichen) eines der Hauptargumente für das gedruckte Buch und gegen das E-book.

Freitag, 19. Juni 2009

Hornberger schießen

Das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel meldet, daß sich die Antiquare im Börsenverein zur Jahresversammlung in Berlin getroffen haben.

Das Ergebnis:

"Ein neuer Vorstand der Arbeitsgemeinschaft wurde gestern in Berlin zwar nicht gewählt, dennoch war es zweifellos eine der lebhafteren Mitgliederversammlungen der letzten Zeit, trotz wiederum geringer Beteiligung. Der Grund der Lebhaftigkeit: an den Bericht des Vorsitzenden Manfred Gast über die Aktivitäten des vergangenen Jahres [...] schloss sich eine engagierte und positiv-offene Debatte mit mehreren anwesenden Vertretern der Genossenschaft der Internet-Antiquare (GIAQ) über den Stand der Kooperation mit dem Börsenverein an. Die Beteiligten waren sich darüber einig, dass die zum Jahresende auslaufende Kooperationsvereinbarung zwischen Börsenverein und GIAQ nicht in erhofftem Maße mit Leben gefüllt werden konnte und gegenseitige Erwartungen nur zum Teil erfüllt wurden. Uneinigkeit bestand dagegen über die Ursachen. Einen Konsens über die strittigen Themen – nicht zuletzt Fragen der Kommunikation und der Abstimmung gemeinsamer Projekte – gab es am Ende der zweistündigen Diskussion nicht, jedoch die Aufforderung des Vorstands der AG Antiquariat, im Gespräch zu bleiben und die Bemühungen um eine bessere politische Interessenvertretung der Antiquare trotz aller bestehenden Schwierigkeiten fortzusetzen, auch wenn der Weg momentan unsicher erscheint.Die Arbeitsgemeinschaft Antiquariat wird am 15. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammenkommen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Zwei Kandidaten gibt es bereits, wie kürzlich gemeldet: Jörg Mewes (Bergische Bücherstube, Overath), gestern in Berlin als Gast anwesend, und Detlef Thursch (abooks.de, Düsseldorf)."

Schnell

Kaum durch den Bundestag, schon Business as usual:


Greifswalder Koeppen-Tage

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Freitag | 19.06.2009 | 20:00 Uhr | Literatur

Hörspielabend mit dem Hessischen Rundfunk: Wolfgang Koeppen "Tauben im Gras"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

vorgestellt von dem Dramaturg in der Hörspielredaktion des HR Manfred Hess und dem Hörspielregisseur Leonhard Koppelmann

Aus Anlass des 60. Gründungsjubiläums der Bundesrepublik rücken in diesem Jahr Wolfgang Koeppens Romane "Tauben im Gras", "Das Treibhaus" und "Der Tod in Rom" wieder verstärkt ins Blickfeld. In seiner Romantrilogie wagt Koeppen den unbequemen Blick auf das Nachkriegsdeutschland. Kaum ein Autor hat so beklemmend den Übergang von der Diktatur zur Demokratie thematisiert. Gnadenlos und stilistisch virtuos schildert Koeppen, wie die Menschen in einer Zeit von Trümmern, Wiederbewaffnung und Wirtschaftsboom zurechtzukommen versuchen. Hessischer... weiter »
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Montag | 22.06.2009 | 18:00 Uhr | Extra

Greifswald in "Jugend"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Eine Stadtführung auf Wolfgang Koeppens Textspuren mit Frau Dr. Monika Schneikart (Wolfgang-Koeppen-Archiv)

Alle Koeppen-Liebhaber und literarisch Interessierte sind eingeladen, vor Ort mit und in Koeppens autobiographischen Text "Jugend" Plätze seiner Kindheit und Jugend in Greifswald aufzusuchen. Der Stadtrundgang beginnt im Geburtshaus des Autors in der Bahnhofstraße 4 und führt durch das imaginierte sowie zugleich reale Greifswald, wie es in Koeppens Romanfragment in einmaliger Weise literarische Gestalt gefunden hat.

Um Anmeldung wird gebeten (Tel. 03834-773510 oder per E-Mail info@koeppenhaus.de).
Die Teilnahmegebühr beträgt 2,- / 1,- Euro erm.
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Dienstag | 23.06.2009 | 19:00 Uhr | Kunst

„Innenhaut – 'Traumstadt'“ – Variationen zu Wolfgang Koeppens "Jugend"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Künstlerische Arbeiten aus der Greifswalder Tagesklinik für Kinder und Jugendliche

Wie fühlt es sich an, jung zu sein? Schön und unbeschwert – sicherlich! Aber auch manchmal haltlos und schwierig. Ist die Jugend heute eine andere als vor 10 Jahren oder eben mehr – vor 100 Jahren? Was bewegt und beschäftigt junge Menschen heute? Sind die Probleme der heutigen Jugend vergleichbar mit denen eines Jugendlichen – wie beispielsweise Wolfgang Koeppen – vor 80 Jahren?
Koeppens Sicht auf seine eigene Jugend aufgreifend, haben sich Jugendliche in einem Kunstprojekt der Greifswalder Tagesklinik für Kinder und Jugendliche mit ihren Gefühlen und Erfahrungen, Träumen und Enttäuschungen a... weiter »
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Mittwoch | 24.06.2009 | 20:00 Uhr | Literatur

Autorenlesung mit Erich Loest aus "Prozesskosten"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Im November 1957 wurde der Autor Erich Loest, ein aufstrebendes Talent in der jungen DDR, wegen „konterrevolutionärer Gruppenbildung“ zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Loests öffentliche Kritik an der SED-Führung nach 1953 und sein lautes Nachdenken über die Konsequenzen einer Entstalinisierung für die DDR trugen ihm, der 1956 die Polen- und Ungarn-Ereignisse als endgültige Zerstörung der Leitbilder der ersten Aufbaujahre erlebt hatte, eine lange Untersuchungshaft ein.
Das Buch "Prozesskosten" widmet sich diesen Ereignissen und zeichnet über den autobiografischen Kontext hinaus anhand von dokumentarischem Material ein interessantes und eindrückliches Geschichtsbild: ... weiter »
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Donnerstag | 25.06.2009 | 10:00 Uhr | Extra

Greifswald in "Jugend"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Eine Stadtführung auf Wolfgang Koeppens Textspuren mit Frau Dr. Monika Schneikart (Wolfgang-Koeppen-Archiv)

Alle Koeppen-Liebhaber und literarisch Interessierte sind eingeladen, vor Ort mit und in Koeppens autobiographischen Text "Jugend" Plätze seiner Kindheit und Jugend in Greifswald aufzusuchen. Der Stadtrundgang beginnt im Geburtshaus des Autors in der Bahnhofstraße 4 und führt durch das imaginierte sowie zugleich reale Greifswald, wie es in Koeppens Romanfragment in einmaliger Weise literarische Gestalt gefunden hat.

Um Anmeldung wird gebeten (Tel. 03834-773510 oder per E-Mail info@koeppenhaus.de).
Die Teilnahmegebühr beträgt 2,- / 1,- Euro erm.
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Freitag | 26.06.2009 | 20:00 Uhr | Literatur

Koeppen-Werklesung: Ulrich Matthes liest "Jugend"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Jahrzehnte wartete die literarische Öffentlichkeit vergeblich auf ein neues Buch von Wolfgang Koeppen, der seit dem 1. Januar 1962 Autor des Suhrkamp Verlags war. 1976 war es dann so weit: Ein neues Buch erschien und sorgte für Furore.
Der Erzähltext "Jugend" liest sich als die Autobiografie eines jungen Mannes in einer Zeit des Umbruchs, welche vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zum Ersten Weltkrieg reicht. Der in eine Vielzahl von Sequenzen zergliederte Text zeichnet ein facettenreiches, kritisches, ja fast sarkastisches Bild einer städtischen Gesellschaft, die - ohne daß der Autor den Ort genau benennt - in Greifswald zu verorten ist.

Ulrich Matthes gehört zu... weiter »
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Freitag | 26.06.2009 | 18:00 Uhr | Extra

Das Wolfgang-Koeppen-Archiv öffnet seine Türen und Kästen

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Aufgehobene "Jugend" – Einblicke in und um Wolfgang Koeppens Erzähltext

„Meine Mutter fürchtete die Schlangen“ – so beginnt Wolfgang Koeppens eindrucksvoller, stark autobiographisch geprägter Erzähltext über (die) Jugend in einer Stadt, die Greifswald nachgezeichnet scheint. Dieser Textanfang wirft Fragen auf, ist merkwürdig, insbesondere vor dem Hintergrund der üblichen Muster autobiografischen Schreibens. Mögliche Antworten darauf lassen sich in den Manuskripten des Autors finden, welche im Wolfgang-Koeppen-Archiv seit 1997 aufbewahrt und aufgearbeitet werden. Die Mitarbeiter des Archivs laden anlässlich der Lesung aus Jugend zu einem gemeinsamen Blick in Koeppens Schre... weiter »

Samstag | 27.06.2009 | 22:00 Uhr | Musik

Konzert mit dem Ensemble "Salsabil"

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Das 8-köpfige Berliner Ensemble „Salsabil“ widmet sich mit besonderer Vorliebe der Musik des Osmanischen Reichs. Neben muslimischen Komponisten und Musikern spielten in der Geschichte der Osmanischen Klassik gleichermaßen Juden und Christen der verschiedensten Herkunftsländer eine wichtige Rolle. Daher umfasst das Repertoire von „Salsabil“ Musik aus den Cafehäusern von Istanbul, Damaskus und Kairo; arabische und osmanisch-türkische Unterhaltungsmusik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie eine von Griechen und Armeniern geprägte, leichtere Form der klassischen osmanischen Unterhaltungsmusik.
Der Dialog mit anderen Kulturen spiegelt sich nicht nur im Repertoire, sondern auch in der Besetzung des Ensembles u... weiter »
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Samstag | 27.06.2009 | 20:00 Uhr | Literatur

Alexandria-Abend mit literarischen und musikalischen Fundstücken

GREIFSWALDER KOEPPENTAGE 2009 - " ... doch ich fand nicht mehr den Garten Eden"

Präsentation der neuen Ausgabe der literarischen Zeitschrift "Flandziu"
In Zusammenarbeit mit der Internationalen Wolfgang Koeppen-Gesellschaft e. V.

Alexandria, die sagenumwobene orientalische Stadt am Mittelmeer und Heimat so bekannter Persönlichkeiten wie Eric Hobsbawm, Kleopatra, George Moustaki und Omar Sharif, war intellektuelles Zentrum der hellenistischen Welt und erlebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine unvergleichliche Blüte. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Alexandria, die zweitgrößte Stadt Ägyptens, ein multikulturelles Zentrum zwischen Antike und Moderne. Schriftsteller und Künstler nährten den Mythos Alexandria zusätzlich. ... weiter »

Donnerstag, 18. Juni 2009

Preisbindung

Solange es nur um den herkömmlichen Handel mit Büchern ging, waren die Probleme mit der Buchpreisbindung in einem handhabbaren Rahmen.
Durch die Internet-Anbieter, vor allem die großen, kommen zunehmend neue Probleme auf. Ein Dorn im Auge der BuchhändlerIn mit Ladenlokal vor Ort ist die Tatsache, daß die großen Anbieter Bücher portofrei verschicken - ein Sargnagel für den lokalen, stationären Buchhandel.
Einen kleinen Sieg im Kampf gegen die übermächtige Konkurrenz der Großversender vermeldete jetzt das Börsenblatt des deutschen Buchhandels in seiner online-Ausgabe. Bei Sammelbestellungen dürfen keine Sonderrabatte gegeben werden - die Läden wird es freuen!

Neuer Nordoststreifen

Die wunderbare Welt der Waschkraft

Von Arbeit, die auswandert, und den Menschen, die sie Tag für Tag erledigen, erzählt der Nordoststreifen am kommenden Donnerstag, 25.6. im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Monika, Marta und Beata leben in Gryfino im polnischen Teil Pommerns, sie träumen vom kleinen Glück und arbeiten im Schichtbetrieb für eine deutsche Wäscherei, die sich hier angesiedelt hat. Ein Dutzend Lastwagen bringt jeden Tag Dreckwäsche aus einem Berliner Nobelhotel in die polnische Kleinstadt. Monika, Marta und ihre vierhundert Kolleginnen sorgen für wenig Geld und rund um die Uhr dafür, dass die Container innerhalb von vierundzwanzig Stunden mit sauberen Laken in die deutsche Hauptstadt zurückkehren. Fünf Jahre nach Polens Beitritt zur EU ist die Grenze nach Deutschland offen, doch der Glamour Berlins immer noch ziemlich weit weg!

Regisseur Hans-Christian Schmid machte sich einen Namen mit dem Dokumentarfilm „Lichter“, der die Nachwendezeit zwischen Frankfurt/ Oder und Slubice beleuchtet. In „Die wunderbare Welt der Waschkraft“ erzählt er in einer Art Fortsetzung, wie Politik und Alltagsleben miteinander verflochten sind.

D/ Pl 2008, Sprachen: Deutsch und Polnisch mit Untertiteln. Beginn ist um 21.00 Uhr, Eintritt 3 Euro.

Neuer Blog


Sei gegrüßt, LeserIn!

Für diesen Blog wird vielleicht ein Baum gepflanzt, der mehr CO2 schluckt, als der Betrieb dieses Blogs erzeugt.

Hoffentlich!

Weitere Informationen hier.